Tag des offenen Denkmals:

2014 – Auch dieses Jahr nahmen etwa 100 Besucher an den zwei angebotenen Führungen teil – zu den Bildern. 2013 – Zum ersten Mal fand in der Villa Frübing ein Konzert statt – einige Eindrücke vom Konzert sehen Sie hier.

Zur Geschichte der Villa Frübing:

Schiebefenster Das Südviertel von Ilmenau Südviertel Ilmenau
  • Ilmenau war Ende des 19. Jahrhunderts Kurort („Bad Ilmenau“) geworden und bot vor allem Kaltwasserbäder an.
  • Im Südwesten der Stadt entstand das Südviertel mit Kurpark, Kurhaus und einem zusätzlichen Bahnhof am Beginn des Ilmtals. Die entstehenden Villen boten vielfach Platz für Kurgäste.
  • Villa Frübing ist eines der schönsten Häuser im Südviertel, im Obergeschoss wurden  im Sommer Zimmer an Pensionsgäste vermietet.
1912 – Bau der Villa Frübing Villa Frübing alt_Winter
  • Das Haus wird 1912 nach den Plänen des Ilmenauer Architekten Richard Schmidt errichtet; Bauherren sind der Oberlehrer Alfred Frübing und seine Frau Josefine. Im Gebäude herrschen Gestaltungselemente des Werkbunds vor und es verfügt über eine Warmwasserheizung.
  • Im Erdgeschoss wohnt die  Familie,im Obergeschoss werden Zimmer an Pensionsgäste vermietet.
Familie Frübing und ihr Haus bis 2000 Familie Frübing
  • Die drei Söhne von Alfred und Josefine wachsen in der Villa auf.
  • Nach dem zweiten Weltkrieg war Peter gefallen, Joachim ging in den Westen Deutschlands und Alfred lebte in Berlin – er erbte 1969 nach dem Tod der Witwe Josefine das Haus und verwaltete es. Im Haus wurden Erdgeschoss und Obergeschoss jeweils als einzelne Wohnung vermietet.
  • Nach 1990 plante Peter Frübing (der Sohn Alfreds und Enkel des ursprünglichen Bauherrn) notwendige Reparaturen und eine Sanierung, bis auf wenige Anpassungen hatte es keine Veränderungen im Aussehen und in der Substanz des Hauses seit der Erbauung gegeben. 1994 wurde die Villa Frübing unter Denkmalschutz gestellt (Einzel- und Flächendenkmal).
  • Notwendige Baumassnahmen konnten jedoch auf Basis der Vermietung nicht bezahlt werden, als 2000 beide Mieter auszogen, wurde das Haus verkauft.
Sanierung und neue Nutzung
  • Umbauplanungen des neuen Besitzers gingen dann in mehreren Varianten von bis zu vier Wohnungen im Haus aus: je eine in jeder Etage einschließlich Untergeschoss und Ausbau des Dachbodens; es kam jedoch nicht zum Beginn von Bauarbeiten.
  • 2010 erwerben wir, Familie Philipp, die Villa Frübing nach zehnjährigem Leerstand.
Villa Frübing im Leerstand 2010
  • Planungen für die Sanierung begannen unter Leitung unseres Architekten Jan Jaenecke aus Dresden im Herbst 2010.
  • Im Februar 2011 haben wir die Baugenehmigung erhalten, im April begannen die Arbeiten: Neueindeckung des Daches, Erneuerung der Fussböden und der gesamten Haustechnik einschließlich einer modernen Gasheizung, behutsame Anpassungen im Grundriss in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden.
Zustand im Bau
  • Alle alten Bauteile aus Holz und die meisten Fenster wurden umfassend aufgearbeitet und mit neuem Anstrich versehen, nur Weniges mußte ersetzt werden.
Treppenhaus
  • Seit Sommer 2011 bewohnen wir als Familie mit vier Kindern Erd- und Obergeschoss der Villa.
Wintergarten mit Wandbemalung
  • In der ersten Hälfte des Jahres 2012 haben wir das Untergeschoss umfassend modernisiert und ausgebaut – es enthält jetzt die neue Ferienwohnung in der Villa Frübing.
  • Für die Sanierung wurden wir mit dem Denkmalpreis des Ilm-Kreises 2012 ausgezeichnet.
Familie Philipp vor der Villa